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Reviews - Rayman: Origins
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Rayman: Origins
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von Tom D. vom 23.11.11, 11:08 Uhr
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2D-Gameplay in seiner reinsten Form
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Wer hat keine Arme und keine Beine und kann doch stets lächeln? Na, noch nicht drauf gekommen wen wir meinen könnten? Dann gibt es noch einen Tipp. Wer hatte zuletzt das Vergnügen, sich mit ziemlich durchgeknallten Hasen herumzuschlagen? Spätestens jetzt hat es Klick gemacht: Wir reden hier vom guten, alten Rayman. Bereits seit 16 Jahren steht Rayman für unterhaltsame Jump & Run-Abenteuer und mit "Rayman: Origins" möchte UbiSoft zurück zu den Wurzeln. Deshalb werden wir euch im folgenden Test erklären, wie sich das klassische 2D-Abenteuer in der Praxis schlägt und ob Rayman noch genauso charmant ist, wie wir ihn in Erinnerung haben.
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Screenshots zu Rayman: Origins
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NICHT MAL IN RUHE SCHLAFEN KANN MAN HIER
Nun ist Rayman ja ein sehr gemütlicher Zeitgenosse und wenn er sich nicht gerade wieder in ein atemberaubendes Abenteuer stürzt, dann macht er auch gerne mal ein kleines, oder auch großes Nickerchen. Genau so beginnt auch die Geschichte von "Rayman Origins". Rayman und sein Kumpel Globox wollen in der Traumwelt ein Schläfchen abhalten, werden aber kurze Zeit später aus ihren Träumen herausgerissen. Denn die Darktoons fallen über das Land her und haben natürlich nur Bosheiten im Kopf. Das kann sich der Feen-Rat natürlich nicht lange mit ansehen und so wird Rayman damit beauftragt, eben jene Bösewichter zu vertreiben. Damit aber noch nicht genug, muss sich Rayman auch um die Electoons kümmern - denn die wurden von den Darktoons entführt. Im Allgemeinen ist die Story natürlich passend, aber tiefgründig ist sie dadurch noch lange nicht. Was anderes haben wir von einem 2D-Jump & Run auch gar nicht erwartet. Wer also mehr Wert auf eine spannende Story als auf unterhaltsame Geschicklichkeitsprüfungen legt, der sollte mit Vorsicht an "Rayman: Origins" herangehen.
Nachdem man die Story-Einführung hinter sich gelassen hat, blickt man auf eine Weltkarte, die dem Spieler mehrere Welten zur Verfügung stellt, je nachdem welche bereits freigeschaltet wurden. Betritt man eine dieser Welten, startet man ein Level und erlebt 2D-Gameplay in seiner pursten Form. Denn hier gibt es nur Hoch, Runter, Links und Rechts. Doch genau das macht den Reiz vom neuen "Rayman Origins" aus. Der arm- und beinlose Rayman prügelt und hüpft sich durch die abwechslungsreichen Levels und sein oberstes Ziel ist stets die Befreiung der entführten und eingesperrten Electoons. Diese werden natürlich stets von Gegnern bewacht, die Rayman mit seinen schwungvollen Fäusten vom Bildschirm verjagen muss. Während ein Electoon stets am Ende eines Levels auf euch wartet, müssen weitere Gefangene erst gefunden werden, da sie stets gut versteckt sind.
Dabei hat man bei UbiSoft sehr darauf geachtet, dass "Rayman: Origins" nicht gleich zu Beginn ein bockschweres Abenteuer wird. Anfangs hat man es nur mit seichten Sprungübungen und relativ einfachen Gegnern zu tun. Erst später schwingt man sich auf den Rücken eines riesigen Moskitos, benutzt Gegner als Trampolin, oder muss sich mit mehreren Wandsprüngen in ungeahnte Höhen befördern. Frustmomente sind hier also eine Seltenheit und da man Abwechslung groß geschrieben hat, wird es auch nie langweilig. Die verschiedenen Welten sind sehr abwechslungsreich und das Figurendesign wirklich abgedreht. Wir erinnern uns da nur an das furzende Ungetüm aus einem der letzten Trailer. Solche Kämpfe bekommt man heutzutage nur noch selten zu sehen und da lacht doch das Herz, wenn dann eine knuffige Kultfigur wie Rayman um die Ecke kommt und mal eben das 2D-Gameplay wieder salonfähig macht.
Die Steuerung ist wie zu erwarten sehr schnell erlernt und funktioniert sehr direkt. Während man den linken Stick zur Bewegung von Rayman benutzt, kann man mit dem A-Button einen Sprung vollführen. Mit den beiden Schultertasten kann man das gut gelaunte Kerlchen dazu bringen, dass er einen kurzen Spurt hinlegt. Je weiter man im Spiel vorankommt, desto mehr Fähigkeiten und Tasten schaltet man frei. Denn im späteren Spielverlauf kann Rayman auch seine Ohren zu Propeller umfunktionieren, um höher gelegene Regionen zu erreichen.
Damit das Abenteuer nach dem erstmaligen Durchspielen nicht langweilig wird, hat UbiSoft neben den Electoons noch die sogenannten Lums eingeführt. Diese dicken Glühwürmchen bescheren euch nicht einfach nur noch mehr Electoons. Nein, wenn man den Ober-Lums erwischt, dann darf man sich über einen kräftigen Punkte-Multiplikator freuen, der euch dem Ziel - das perfekte Ergebnis - natürlich noch näher bringt.
AUCH IM MULTIPLAYER EIN SPASS
Wer das Abenteuer von Rayman nicht alleine bestreiten möchte, bekommt in "Rayman: Origins" eine echt gute Lösung serviert. Denn hier darf man sich bis zu drei Freunde vor die Konsole holen, um gemeinsam mit ihnen gegen die Darktoons anzutreten. Es ist zwar schade, dass man auf einen Xbox-Live-Support verzichtet hat, doch das Gameplay funktioniert auch zu dritt vorm Bildschirm wunderbar. Zumal es untereinander zu einem echten Konkurrenzkampf kommen kann. Denn die Jagd nach den wertvollen Lums besteht auch noch im Multiplayer-Modus. Nur leider sind nicht genug für alle da und so kann es beim Anblick eines Lum zu lustigen Streitereien kommen. Das Beste daran ist aber: Man kann seine Freunde ebenfalls schlagen und sogar in Abgründe stoßen, um die Lum-Trophäe selbst einzustreichen. Wer das Ganze nicht zu verbissen sieht, wird also im Multiplayer-Modus eine Menge Spaß haben.
DIE TECHNIK
Technisch erscheint uns "Rayman: Origins" in diesen Zeiten schon fast wie eine Offenbarung. Während Ego-Shooter wie "Battlefield 3", oder auch Rennspiele wie "Forza Motorsport 4" der Realität immer näher kommen, pfeift der kleine Rayman auf Protzer-Grafik und serviert uns ein gänzlich anderes Grafikbild. Denn hier gibt es keine dreidimensionalen Figuren oder Levels. Sämtliche Figuren wurden von Hand gezeichnet und animiert - Motion-Capturing ist hier ein Fremdwort. Dazu gesellen sich dann noch liebevoll gezeichnete Levels, die mit sehr viel Abwechslung punkten. Vom grünen und düsteren Dschungel bis hin zur trockenen Wüstenlandschaft ist alles dabei, was sich das Jump & Run-Herz gewünscht hat. Man merkt zu jeder Minute, dass bei UbiSoft kreative Leute am Werk sind und ihre Leidenschaft auch noch ausleben dürfen. Jetzt mag man den 2D-Look vielleicht als altbacken bezeichnen. Doch da die von Hand gezeichneten Levels in einer gestochen scharfen HD-Grafik dargestellt werden, währe altbacken wohl ein sehr deplatziertes Begriff.
Die passend gesetzte Soundkulisse steht der grafischen Gestaltung zum Glück in nichts nach. Die vielen niedlichen Figuren wurden mit stimmigen Soundeffekten versehen und die vielen Musikstücke sind nicht nur abwechslungsreich - sie besitzen auch noch einen echten Ohrwurm-Charakter. Man merkt es halt immer wieder - Kreativität an jeder Ecke und das ist auch gut so.
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Bravo UbiSoft, wo andere Publisher auf Bombast-Grafik setzen, zeichnet ihr liebevolle 2D-Levels mit nicht minder verzückenden Figuren. Wo andere auf seichtes Moorhuhn-Gameplay ohne Anspruch setzen, baut ihr eine sanfte Lernkurve auf, die ihr Finale in anspruchsvollen Jump & Run-Passagen findet. "Rayman: Origins" ist die nahezu perfekte Wiedergeburt des 2D-Jump & Run und in diesem Produkt steckt so viel Liebe, dass man dem knuffigen arm- und beinlosen Kerlchen einfach eine Chance geben muss. Zumal der Wiederspielbarkeitswert ziemlich hoch ist und auch im Multiplayer für Spaß gesorgt wurde. Hoffentlich ist "Rayman: Origins" nur der Anfang und wir sehen das UbiSoft-Maskottchen in der Zukunft wieder - und zwar in 2D!
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Screenshots zu Rayman: Origins
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Kommentare zu Rayman: Origins
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